Demnächst erscheint: 
Aus der Stadt und über den Fluss 
Zwölf Versuche über das Gehen

Edition Wörtersee der Connewitzer Verlagsbuchhandlung

Geschichten ohne festen Wohnsitz

Bilder namhafter IllustratorInnen zu Texten von Jörg Jacob: Die Reihe Geschichten ohne festen Wohnsitz ersonnen an einem dunklen Winterabend des Jahres 2014 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Illustratoren Uta Bettzieche, Christine Brand, Susann Hesselbarth, des Illustrators Phillip Janta und des Autors Jörg Jacob.

"Drei Leipziger Zeichnerinnen haben sich mit den Geschichten von Jörg Jacob auseinandergesetzt. Heraus kamen Bildgeschichten, die für sich stehen: phantastisch, skurril, ironisch, verspielt. Zeichenkunst aus Leipzig! Susann Hesselbarth hat für Verlage wie Westermann; Cornelsen, Lappan gearbeitet und mit Thomas M. Müller gerade eine Ausstellung kuratiert. Christine Brand - mit hintergründigem Witz sind ihre Arbeiten auch bei Sammlern begehrt. Uta Bettzieche - immer neugierig und mit überbordender Phantasie bedacht."

 (Lutz Hesse, Moritzbastei Leipzig, zu Premiere & Ausstellungseröffnung, 2016)

 

 

Geschichten ohne festen Wohnsitz

Bilder nahmhafter IllustratorInnen zu Texten von Jörg Jacob

Das Geheimnis der 49
Abenteuer zum Mitraten

Ein Ferienabenteuer zum Miträtseln

Mit Illustrationen von Christine Brand

Carlsen Verlag, Hamburg 2015

KLICK! 99 MINIATUREN Klappenbroschur, 116 Seiten ISBN 978-3-937799-72-8 

Die Welt, den Moment festhalten. "Klick" macht es in den kurzen Prosatexten von Jörg Jacob

Mit fotografischem Blick fixiert er Augenblicke, Momente voll Geist und Witz, voll Überraschung und Melancholie. Poetisch und kunstvoll erzählen diese Kürzestgeschichten von den spektakulär-unspektakulären Augenblicken unserer Leben, die nun wie in Bernstein gegossen die Zeit überdauern.

fluten 
Erzählung 
ISBN 978-3-89812-630-4

Die Flut kommt. Unaufhaltsam. Dunkel und bedrohlich steigt das Wasser. Stufe um Stufe bewegt es sich Carl und seiner Frau entgegen. Der Strom ist längst ausgestellt, die Nachbarn haben sich mit Sandsäcken in ihren Häusern verschanzt, auch Carls Frau hat versucht, das Nötigste zu tun. Aber Carl verweigert sich selbst dann noch allen Gegenmaßnahmen, als die Anwohner bereits mit Hubschraubern von den Dächern gerettet werden – und lässt kommen, was da kommt.
Inspiriert vom Erlebnis des Jahrhunderthochwassers erzählt Jörg Jacob in diesem Prosatext atmosphärisch dicht von einem Mann, dem der natürliche Flucht- und Schutzreflex abhanden gekommen ist. »fluten« ist eine eindrückliche und sorgfältig komponierte Studie über einen Mann in einer Ausnahmesituation, einen Stillhalter, bei dem sich die vielen kleinen Unauffälligkeiten des Alltags zu einem ungeheuerlichen Verhalten ausgewachsen haben und sich spektakulär Raum verschaffen.

Pressestimmen

"Beim Lesen dieser stilleren Passagen musste ich an Mike Leighs "All or Nothing" denken, an jene so unspektakulär traurig-schönen Szenen, als Phil einfach losfährt, den Taxifunk aus, das Handy aus, bis er irgendwo ankommt, um unter wechselhaftem Himmel allein zu sein mit dem Schwappen der Wellen. So ähnlich wird Carl sich gefühlt haben in dem Waldstück mit den Porphyren, auf dem Feldweg zwischen raschelnden Ähren."

Radar – Literaturmagazin, Lothar Quinkenstein, März 2010

"Jörg Jacob, schon 1999 Träger des MDR-Literaturpreises und 2006 ausgezeichnet mit dem Gellert-Preis für seinen Erzählband Das Vineta-Riff, ist mit der Erzählung fluten eine berührend-erschreckende Studie über einen Menschen gelungen, der eben nicht auszog – und deshalb sein Gefühl für Glück verlor."

Katrin Greiner, Neues Deutschland, Buchmessebeilage, Oktober 2009

"Das Buch mit dem schönen Cover bietet Kurzweil. Die einfache und oftmals staccato-artige Sprache ermöglicht Einblicke in das Seelenleben der Betroffenen. Die Erzählung erinnert still und traurig an die Jahrhundertflut. Sie spiegelt Authentizität in allen Lebensbereichen wider und hält die Schäden vor Augen."

mysputnik.de, September 2009

"Jacob ist eher ein stiller, betrachtender Erzähler. Die Stimmung in seiner Erzählung baut sich durch kleine, fast karge Satzbausteine auf, die in der Summe zur dichten, lastenden Szenerie gerinnen."

Leipziger Internetzeitung, 28. August 2009

"Die Erzählung von Jörg Jacob wirft Fragen auf. Was ist die von Carl erlebte Realität, was entspringt seiner Einbildung? Fragen, die sich auch der Protagonist selbst stellt. Ihn zweifeln lassen. So gelingt es dem Autor, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten."

Leipziger Volkszeitung, 26. August 2009 

Das Vineta-Riff
Roman in 20 Erzählungen 
168 Seiten, geb. mit SchU ISBN 978-3-89812-362-4 

Ausgezeichnet mit dem Gellert-Preis 2006 
„Ein Buch, das zart und komikstrahlend und verhalten und plastisch und sensibel und in seiner sprachlichen Kraft die Worte kostend, Leben ausbreitet … in Geschichten, die subtil den Irrwitz eines Landes widerspiegeln und sich doch mitunter einem Anflug von Trauer nicht verschließen.“

Manfred Jendryschik, Laudatio zum Gellert-Preis 2006 (Auszug)

Wenn einer eine Ostkindheit hat, dann kann er was erzählen. Oder etwa nicht? "Lisa hofft noch immer auf unerhörte Geschichten" – und voller Elan durchkramt der Ich-Erzähler sein Gedächtnis nach den kleinen biografischen Kuriositäten, die seine aus dem Westen stammende Freundin unbedingt hören möchte. Doch irgendwie scheinen ihm die Episoden aus seiner Kindheit und der Zeit des Heranwachsens immer knapp am geschichts- und geschichtentauglichen Kern der Dinge vorbeizugehen. Dem Autor gelingt hier ein kleines, stilles Wunder: Leicht und komisch erzählt, mit der sympathischen Zurückhaltung des Zweiflers und einer geschickt inszenierten Hintergründigkeit lässt er die Welt und das authentische Lebensgefühl seiner Generation aufscheinen. "Das Vineta-Riff" ist ein Buch über die Suche nach dem sagenhaften Osten und der Substanz der eigenen Biografie, das subtil die Umwandlung von Erinnerung in Literatur thematisiert.